Ringgröße bestimmen: In fünf Minuten zur richtigen Größe

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Ein Ring, der nicht passt, wird nicht getragen – so einfach ist das. Und bei Modeschmuck lässt sich
die Größe meist nicht nachträglich ändern. Zum Glück lässt sie sich in fünf Minuten zu Hause bestimmen.

Was die Ringgröße bedeutet

Im deutschsprachigen Raum entspricht die Ringgröße dem Innenumfang des Rings in Millimetern.
Größe 54 bedeutet also 54 mm Innenumfang. Das ist praktisch, weil du genau diesen Wert selbst messen kannst.

Methode 1: mit einem Papierstreifen

  1. Schneide einen etwa 1 cm breiten Papierstreifen zu.
  2. Lege ihn eng um den Finger, an der Stelle, wo der Ring sitzen soll – nicht zu stramm.
  3. Markiere die Überlappung mit einem Stift.
  4. Miss die Länge bis zur Markierung mit einem Lineal.
  5. Dieser Wert in Millimetern ist deine Ringgröße.

Methode 2: mit einem vorhandenen Ring

Miss den Innendurchmesser eines gut passenden Rings mit einem Lineal und rechne:
Durchmesser × 3,14 = Innenumfang. Ein Ring mit 17 mm Innendurchmesser entspricht also etwa Größe 53.

Die vier Fehlerquellen

  1. Zur falschen Tageszeit gemessen. Finger sind morgens schlanker und abends dicker.
    Miss am besten abends – dann passt der Ring auch dann, wenn die Finger etwas geschwollen sind.
  2. Kalte Hände. Bei Kälte ziehen sich die Finger zusammen. Miss bei normaler
    Zimmertemperatur.
  3. Den Knöchel vergessen. Der Ring muss über das Fingergelenk passen. Ist der Knöchel
    deutlich kräftiger als der Fingeransatz, orientiere dich am Knöchel – sonst bekommst du ihn nicht an.
  4. Breite Ringe gleich gemessen. Breite Ringbänder tragen mehr auf und sitzen enger.
    Bei Ringen ab etwa 6 mm Breite eine halbe bis ganze Größe größer wählen.

Welcher Finger, welche Größe?

Ringgrößen unterscheiden sich zwischen den Fingern deutlich – und zwischen linker und rechter Hand.
Bei Rechtshändern ist die rechte Hand oft eine halbe Größe stärker. Miss also genau den Finger,
an dem der Ring getragen werden soll.

Wenn der Ring rutscht oder drückt

  • Zu groß: Ringgrößen-Einlagen aus Silikon sind eine günstige und unauffällige Lösung.
  • Zu klein: Bei Modeschmuck lässt sich meist nichts machen – zurückschicken ist der
    einfachste Weg.
  • Drückt nur abends: Dann ist er grenzwertig. Ein Ring sollte sich mit leichtem
    Widerstand über den Knöchel schieben lassen und nicht von selbst abfallen.

Wie dieser Vergleich entsteht: Wir haben diese Schmuckstücke nicht selbst über längere Zeit getragen und führen keine Materialanalysen durch. Unsere Einordnung beruht auf Herstellerangaben, Materialkunde und öffentlich einsehbaren Kundenbewertungen. Materialangaben und Ausführungen ändern sich – prüfe sie bitte auf der Produktseite. Preise nennen wir nicht, weil sie sich laufend ändern.

Häufige Fragen

Wie messe ich die Ringgröße richtig?

Mit einem schmalen Papierstreifen eng um den Finger legen, Überlappung markieren und die Länge in Millimetern messen. Dieser Wert ist die deutsche Ringgröße. Am besten abends bei Zimmertemperatur messen.

Was mache ich, wenn der Knöchel dicker ist als der Finger?

Dann orientierst du dich am Knöchel, sonst bekommst du den Ring nicht über das Gelenk. Gegen das Rutschen am Fingeransatz helfen Silikon-Einlagen.

Brauche ich bei breiten Ringen eine andere Größe?

Ja. Breite Ringbänder sitzen enger. Ab etwa 6 mm Breite empfiehlt sich eine halbe bis ganze Größe mehr als bei einem schmalen Ring.

Kann man Modeschmuck-Ringe ändern lassen?

Meist nicht wirtschaftlich – Beschichtungen werden beim Löten beschädigt, und bei Edelstahl ist eine Weitenänderung ohnehin kaum möglich. Bei echtem Silber ist es beim Juwelier machbar.